RainerLoll - Kunst im alten Amt

Kunst im alten Amt

In unseren Räumen bieten wir Künstlern, Galeristen und Sammlern die Möglichkeit, ihre Werke in ansprechenden Räumlichkeiten zu präsentieren. Die ausgestellten Bilder und Skulpturen werden in regelmässigen Abständen ausgetauscht. Bei Interesse an einer Besichtigung oder eigenen Ausstellung können Sie uns gerne kontaktieren.

 

Hier eine kleine Auswahl der zurzeit präsentierten Werke:
 

Rainer-Loll-Kunst-Czenetta
„Spectrum“ von Oliver Czernetta

1966 Geboren in Düren
1992 Steinbildhauergesellenprüfung
1993-2004 Studium der Kunstgeschichte/Philosophie an der RWTH AAchen
2004 Promotion zum Dr. phil. der Kunstgeschichte mit einer Arbeit über neugotische steinskulpturen am AAchener Dom
Seit 2007 Künstlerischer Mitarbeiter am kunstwissenschaftlichen Institut der Universität Koblenz

 

Rainer-Loll-Kunst-TheNorm
„Phenormenom“ vom Streetartist „TheNorm“

1979 in Marburg geboren, Streetartist „TheNorm“

 

Rainer-Loll-Kunst-Bim-Koehler
Werk von Bim Köhler

Der 1949 in Kassel geborene Künstler lebt und arbeitet in Rheinhessen.

Hier eine veröffentliche Kunstkrik Monika Wösthoff, Basel, 2006
»Bim Koehler: Farbe und Form – Formen der Farbe«
Bilder der Emotionen und verborgener Gefühle:

Henri Matisse, der Künstler, der wie kein anderer mit Farbe und Form umzugehen wusste, wurde in einem Interview gefragt:
„ M. Matisse, warum malen Sie?“
„Natürlich, um die Emotionen, die Gefühle und die Reaktionen meiner Sensibilität in Farbe und Zeichnung umzusetzen. Das kann weder die aufs äusserste perfektionierte Fotografie nicht einmal in Farbe, noch das Kino.“

Doch die Farbe erhält ihre volle Ausdruckskraft erst dann, wenn sie voll und ganz der Gefühlsintensität des Künstlers entspricht. – Von Delacroix zu van Gogh und Gaugin bis zu Cézanne kann man diese Rehabilitierung der Farbe, d.h. die Wiedereinsetzung ihrer Gemütsbewegenden Macht verfolgen.

Bim Koehler’s Werke sind vom Aufbau klar in einer unterschiedlichen Anzahl von Farbflächen gegliedert und organisiert, wobei sich die Farbzonen untereinander in spannungsvoller Harmonie bewegen, um dann einen ganz bestimmten Farbklang auszulösen.

Die Bildentstehung ist zeit- und arbeitsintensiv. In unzähligen Arbeitsschritten trägt der Künstler Schichten aus Farbe und natürlichem Wachs auf. Das Wachs wird zwischen den einzelnen Farbschichten aufgezogen, um es dann gleichzeitig mit einer scharfen Klinge wieder abzuziehen und zwar so weit, bis sich die fetthaltigen Wachslasuren zusammen mit der Farbe zu einer durchscheinenden Flächeneinheit verbinden. Die Werke können aus bis zu 50-70 Farb- und Wachsschichten bestehen.

Um ein Werk abzuschliessen wird auf die letzte Schicht Terpentinöl aufgetragen. Anschliessend wird die Fläche poliert und geglättet. Der letzte Farbauftrag bestimmt den eigentlichen Farbklang des Bildes und wie in der Musik der letzte Ton ein Musikstück harmonisch ausklingen lässt, so ist auch Bim Koehlers Werk vollendet, wenn die letzte Farbschicht harmonisch mit der Idee des Künstlers in Einklang gebracht worden ist.

Seit einiger Zeit arbeitet Bim Koehler mit einem konvexen d.h. gewölbten Bildträger. Durch die sanfte Wölbung entsteht eine Lichtreflexion auf der Oberfläche des Objektes als auch eine gewisse Bewegung, die variiert je nach Lichteinfall und Standort des Betrachters, der durch die Faszination der bewegten Lichtreflexe auf der gewölbten Oberfläche förmlich in Atem gehalten wird.

Bim Köhler bringt es auf den Punkt oder besser auf die Fläche, die sich vor allem bei den Bildobjekten gar nicht mehr fassen lässt. Er setzt seine 50 -70 Farbschichten als subjektive Erfahrung verborgener Gefühle. Genau das ist der Grund, warum uns Bim Koehler’s Werke packen und mitreissen.

Farben werden über das Licht zu unseren Augen geführt und wir nehmen sie wahr als emotionalen Reiz. Da aber eine Empfindung immer gegenstandslos ist, bestehen die Werke Bim Koehler’s aus Farben, aus der unsere Empfindungswelt besteht, die in uns Stimmungen auslösen. Die jeweilige Farbe, ihre Sinnlichkeit, ihr Volumen, ihr Pulsieren und ihre Stimmung sind Inhalt und Wirklichkeit dieser Gemälde.

So ist Bim Koehler’s Kunstwerk zu einem sichtbaren Zeichen des zugrunde liegenden Gefühls geworden. Es ist nichts anderes als die Wiedergabe des Gefühls in einer greifbaren Form und im Augenblick der Rezeption wird die Malerei jetzt zu einer bewussten Aktion des Betrachters, der die körperliche Gegenwart der Farben für sich wahrnimmt und sie emotional verarbeitet.

Das Zentrum der Werke von Bim Koehler bildet also die Welt unserer Emotionen und die Freiheit diese Emotionen zu erfahren und zu erleben. Indem wir uns einlassen auf unsere ganz eigene Welt des Gefühls kommen wir unserer eigenen ganz persönlichen Wahrheit auch ein Stück nähe.

Monika Wösthoff, lic. phil. Kunsthistorikern

 

RainerLoll-Dolk-2
„Zooicide“ von DOLK
RainerLoll-Dolk-1
WERK von DOLK
RainerLoll-Dolk-3
WERK von DOLK

DOLK – das Synonym für Norwegens Antwort auf Banksy.

Der aus Bergen stammende Artist DOLK (Norwegisch für Dolch), alias Dolk Lundgren, hat sich seit 2003 in der Street Art Kultur einen Namen gemacht.

Humorvoll, kritisch sowie politisch stellt er sich in seinen Arbeiten jenen Themen aus aller Welt, die ihn persönlich tangieren. Seine übergroßen, aussagestarken Stencils zieren den urbanen Raum rund um den Globus und seine Motive sprechen dabei klar für sich.

New York, London, Berlin, Tokyo – schon seit Langem wird DOLK in einem Zug mit Street Art Größen wie Blek Le Rat, Invader oder Obey genannt. Seine Arbeiten, die nicht selten mit denen von Banksy verwechselt werden, genießen in der Szene regelrechten Kult-Charakter und die Galerien reißen sich um seine Werke.